Selbstständige · Stand 28. August 2026
Buchhaltungssoftware für Selbstständige: drei Jobs, nicht eine Bestenliste
Freiberufler und Einzelunternehmer suchen „Buchhaltungssoftware Selbstständige“ und kaufen oft das teure Wort. Der Job ist meist einer von dreien: nur Rechnungen schreiben, Kleinunternehmer-Alltag, oder E-Rechnungen empfangen und Belege halten. Volle Buchhaltung ist ein vierter Job, kein Default.
Wer hier gemeint ist – und wer nicht
Gemeint bist du, wenn du als Freiberufler, Gewerbetreibende oder im Nebenerwerb Rechnungen stellst, Belege sammelst und am Jahresende eine Einnahmenüberschussrechnung (oder die Zahlen dafür) brauchst. GmbH und UG mit Bilanz sind eine andere Liga. Handel mit Lager, Bau mit vielen Subunternehmern, Lohn für ein Team: Teile davon können die Cloud-Programme, ersetzen aber keine Kanzlei.
Für Selbstständige in Deutschland tauchen in der Praxis ständig dieselben zwei Cloud-Namen auf: Lexware Office (früher lexoffice) und sevdesk. Wir vergleichen nicht den ganzen Markt und erfinden keinen dritten Merchant. Andere Tools können passen; sie stehen hier nicht als Karte, weil wir sie nicht als Partner führen.
Drei Alltagsjobs, bevor du ein Abo klickst
1. Du willst vor allem Rechnungen schreiben
Dann ist „Buchhaltungssoftware“ oft das falsche Suchwort. Du brauchst Nummernkreis, Pflichtangaben, oft Angebote und Mahnungen, oft eine Ausgangs-E-Rechnung. Die EÜR kann die Steuerberatung machen oder du selbst in ELSTER, ohne dass das Rechnungsprogramm sie vorbereitet.
Bei Lexware Office sitzt dieser Job in Version M (ca. 12,90 € netto/Monat). Version S archiviert und empfängt, schreibt aber keine Ausgangsrechnung. Bei sevdesk sitzt er im Free-Tarif (3 Rechnungen bzw. E-Rechnungen im Monat) oder im Tarif Rechnung. Die Buchhaltungstarife beider Hersteller sind für diesen Job zu viel Fläche.
Tiefer, ohne ihn hier zu wiederholen: Rechnungsprogramm oder Buchhaltung · Rechnung schreiben als Selbstständige.
2. Du bist Kleinunternehmer nach § 19
§ 19 nimmt die Umsatzsteuer, nicht die Ordnung. Du weist keine Steuer aus, du setzt den Hinweis auf die Rechnung, du machst in der Regel keine UStVA. Empfangen von E-Rechnungen musst du trotzdem, seit 1. Januar 2025 im unternehmerischen Verkehr. Selbst E-Rechnungen schicken musst du als Kleinunternehmer in der Regel nicht – Kunden dürfen trotzdem eine strukturierte Datei verlangen.
Softwarewahl: oft Rechnungstarif plus ein Ort für Belege. L oder „Buchhaltung“ nur, wenn du die EÜR selbst aus dem Programm willst. Die Grenze in Euro prüfst du auf der offiziellen Seite, nicht in unserem Banner.
Eigene Seiten, nicht dieser Absatz: Buchhaltung für Kleinunternehmer · Kleinunternehmer-Software.
3. Du musst E-Rechnungen empfangen können
Das ist 2026 kein Extra mehr. PDF ist eine sonstige Rechnung, keine E-Rechnung. Empfangen und unveränderbar ablegen musst du, auch wenn du selbst noch PDF schreiben darfst. Wer nur Word hat, scheitert nicht am Layout, sondern an der Datei, die der Lieferant schickt.
Lexware Office empfängt ab Version S, erstellt Ausgangs-E-Rechnungen ab M. sevdesk schreibt E-Rechnungen schon in Free (gedeckelt), das volle Eingangsarchiv sitzt sinnvoll im bezahlten Buchhaltungstarif. Fristen, Ausnahmen, Kleinunternehmer: E-Rechnung 2026. Belege und Foto: GoBD-Belege.
Wann volle Buchhaltung der Job ist
Erst wenn du Bankumsätze zuordnen, Eingangsbelege nicht nur sammeln, sondern verbuchen, und eine EÜR oder UStVA aus der Software ziehen willst, kaufst du den Buchhaltungstarif. Bei Lexware Office ist das Version L (ca. 21,90 €). Bei sevdesk der Tarif Buchhaltung (monatlich grob 20 bis 26 €, oft günstiger mit 12/24 Monaten). Version M und der sevdesk-Rechnungstarif tun das nicht, auch wenn DATEV im Marketing vorkommt. DATEV-Export ist Übergabe, kein Automat. EÜR und Software · DATEV und Steuerberater.
Excel reicht, solange du wenige Zeilen hast und niemand eine XRechnung schickt. Excel ist kein GoBD-Archiv. Wechsel: ein Monat parallel, alte Datei behalten. Wechsel von Excel.
Kurze Zuordnung, ohne Feature-Liste
| Dein Job | Eher dieser Tarif | Nicht dieser Fehler |
|---|---|---|
| Nur Geld anfordern, Kanzlei macht den Rest | Lexware Office M oder sevdesk Rechnung/Free | L oder „Buchhaltung“ nur weil das Wort seriös klingt |
| Kleinunternehmer, Belege, Empfang | M bzw. Rechnung; S nur ohne eigene Ausgangsrechnung | UStVA-Tarif kaufen, den du nicht brauchst |
| E-Rechnung empfangen, wenig Ausgang | Lexware S kann empfangen; selbst schreiben braucht M | Word + PDF als „E-Rechnung“ behandeln |
| EÜR oder UStVA selbst vorbereiten | Lexware L oder sevdesk Buchhaltung | Im Rechnungstarif bleiben und im Februar neu tippen |
| Steuerberater will DATEV | Zuerst die Kanzlei fragen, dann den Tarif | Export mit Buchhaltung verwechseln |
Direktvergleich der zwei Programme, nicht dieser Hub: Lexware Office vs. sevdesk. Preise getrennt, weil Banner lügen: Lexware Office Preise · sevdesk Preise.
Was 2026 grob kostet (netto, ca.)
Quellen 28. August 2026: lexware.de/preise (S/M/L/XL 7,90 / 12,90 / 21,90 / 32,90, Aktion 50 % für 3 Monate extra) und sevdesk.de/preise (Free 0 € mit 3 Rechnungen; Rechnung und Buchhaltung je nach 1/12/24 Monaten, Karten und Tabelle der Herstellerseite weichen teils voneinander ab – wir glätten das nicht). Alles zzgl. MwSt., vor Abschluss neu lesen.
- Ein paar Rechnungen: sevdesk Free oder ein Rechnungstarif grob 9 bis 13 €.
- Rechnungen plus E-Rechnung raus, monatlich kündbar: Lexware Office M ca. 12,90 €.
- Echte Buchhaltung: Lexware L ca. 21,90 € oder sevdesk Buchhaltung grob 20 bis 26 €.
Lexware Office: 30 Tage Test, endet laut Anbieter automatisch, kein dauerhafter Free-Tarif. sevdesk: 14 Tage voll, danach Free, keine Kreditkarte laut Anbieter. Wir sind mit sevdesk noch nicht Partner. Wie du den Lexware-Test ehrlich nutzt, ohne XL zu kaufen, nur weil der Test XL zeigt: Lexware Office testen.
So entscheidest du in einer Stunde, nicht in einer Bestenliste
- Schreib auf: Freiberuf oder Gewerbe, Kleinunternehmer ja/nein, wer macht die EÜR, brauchst du UStVA, wie viele Rechnungen im Monat, musst du E-Rechnungen schicken oder nur empfangen, Lohn ja/nein.
- Streich „Buchhaltungssoftware“ und ersetze es durch den Satz aus Schritt 1. Der Satz ist der Tarif.
- Frag die Kanzlei nach dem Export, bevor DATEV im Werbeblock den Kauf kippt.
- Test: Lexware Office 30 Tage, sevdesk 14 Tage. Eine echte Rechnung, ein echter Beleg, eine echte E-Rechnung.
- Kauf nach Schritt 1. Aktionsmonate enden. Rechne mit dem Listenpreis zzgl. MwSt.
Lexware Office
Wenn Steuerberater und monatliche Kündigung zählenVier Versionen S–XL. Rechnungen ab M, Buchhaltung ab L. 30 Tage Test laut Anbieter. Preise auf der Herstellerseite gegenprüfen.
Lexware Office ansehen (Anzeige) lexware.de ohne Partnerlinksevdesk
Wenn du klein starten willstFree mit drei Rechnungen, danach Rechnung oder Buchhaltung. 14 Tage Test, danach Free. Wir sind noch nicht Partner.
sevdesk ansehen (Anzeige, Partnerlink folgt) sevdesk.de ohne PartnerlinkHäufige Fragen
Welche Buchhaltungssoftware ist 2026 die beste für Selbstständige?
Keine für alle. Drei Rechnungen: oft sevdesk Free. Rechnungen plus Empfang, monatlich flexibel: oft Lexware Office M oder sevdesk Rechnung. EÜR selbst: L oder sevdesk Buchhaltung. Der Job entscheidet, nicht das Siegel auf der Herstellerseite.
Reicht Word noch?
Für gelegentliche Rechnungen an Privatkunden vielleicht. Für Empfang von E-Rechnungen seit 2025 meistens nicht. E-Rechnung.
Muss ich als Freiberufler denselben Tarif nehmen wie ein Gewerbe?
Der Tarif hängt am Job (Rechnung, Empfang, EÜR, UStVA), nicht an der Berufsbezeichnung. Freiberuf ändert nicht magisch Version M in L.
Verdient ihr an der Empfehlung?
Ja, bei Lexware Office über Awin. Die orangen Buttons sind Anzeige. sevdesk noch nicht. Dein Preis ändert sich nicht. Affiliate-Hinweis.
Stand 28. August 2026. Quellen: lexware.de/preise, lexware.de/buchhaltungssoftware, sevdesk.de/preise, abgerufen 28. August 2026. Keine Steuerberatung.
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